Was ist ein Mobilfunk-Proxy?

Mobilfunk-Proxys sind ein Hardware- und Software-Komplex, der als Vermittler zwischen dem Internet und dem Nutzer fungiert. Mobilfunk-Proxys ermöglichen den Datenaustausch, indem sie Webanfragen des Nutzers über das mobile Internet eines GSM-Betreibers weiterleiten.

In diesem Modus laufen alle Internetanfragen des Nutzers über einen Mobilfunkbetreiber unter Verwendung einer Mobilfunk-IP-Adresse. So können Sie das Internet mit allen Vorteilen des GSM-Mobilfunknetzes nutzen.

Was ist eine Mobilfunk-IP-Adresse?

Aufgrund der Besonderheiten des mobilen Internets ist eine Mobilfunk-IP-Adresse eine technische Lösung mit einzigartigen Eigenschaften. Da ein Mobilfunkbetreiber sehr viele Internet-Abonnenten hat, ist es technisch unmöglich — und vor allem für den Betreiber unwirtschaftlich — jedem Abonnenten eine statische IP-Adresse zuzuweisen.

Es ist viel praktischer, einen einheitlichen IP-Adresspool zu erstellen und ihn mehreren Abonnenten gleichzeitig zuzuweisen. Daraus folgt, dass Hunderte oder sogar Tausende mobiler Internet-Abonnenten gleichzeitig dieselbe IP-Adresse nutzen können. Aus diesem Grund müssen große Internet-Plattformen und soziale Netzwerke ihre Sperr- und Zugriffsbeschränkungssysteme anpassen. Wenn eine große Plattform wie Facebook eine der Mobilfunk-IP-Adressen sperrt, könnten Tausende Nutzer betroffen sein.

Wie funktionieren Mobilfunk-Proxys?

Es gibt viele Ansätze zur Umsetzung eines Mobilfunk-Proxys. Verschiedene Dienste und Unternehmen verwenden unterschiedliche Vorgehensweisen. Am leistungsfähigsten und zuverlässigsten ist die Umleitung des Datenverkehrs von echten SIM-Karten auf interne Server.

Der unbestreitbare Vorteil dieses Ansatzes ist die Verwendung echter Mobilgeräte mit echten SIM-Karten in den Mobilfunknetzen. Das Mobilgerät authentifiziert sich vollständig gültig im Netz des Mobilfunkbetreibers, wobei seine IMEI in das Register des Mobilfunkknotens eingetragen wird. Anschließend steuert der Proxy-Server den Datentransfer über diese Mobilgeräte und ermöglicht es, beliebige Anfragen über das mobile Internet im GSM-Betreibernetz zu leiten.

Mobilfunk-Proxy-Server ermöglichen den Aufbau eines hochwertigen Zugriffskontrollsystems, die Beschränkung der Bandbreite eines einzelnen Kanals, die Erstellung dynamischer Pools von Mobilfunk-IP-Adressen und den Betrieb von Mobilfunk-Proxys über verschiedene Protokolle (SOCKS5, HTTPS).

Worin unterscheiden sich Mobilfunk-Proxys von gewöhnlichen?

Um das Funktionsprinzip der Sperrmechanismen zu verstehen, sollte man zunächst die Funktionsweise gewöhnlicher Proxys betrachten. Sie verwenden IP-Adressen von Hosting-Anbietern oder Cloud-Diensten, die definitionsgemäß keiner Privatperson gehören können. Eine solche Aktivität kann ein echter Nutzer also gar nicht erzeugen. Diese IP wird zur Ursache der Sperre.

Die Algorithmen erkennen die verwendete Adresse und ergreifen konkrete Maßnahmen: Sperrung oder Senkung der Vertrauensstufe des Kontos.

Wie funktioniert die Sperre einer Mobilfunk-IP? Der Mobilfunkbetreiber weist seinen Nutzern Adressen aus dem eigenen Pool zu, der nur eine begrenzte Anzahl an IPv4-Adressen enthält. Mehrere Millionen Nutzer teilen sich somit nur einige Hundert IP-Adressen, die per NAT auf alle Geräte verteilt werden.

Wenn ein Algorithmus die IP-Adresse eines Mobilfunkbetreibers sperrt, betrifft dies daher auch reguläre Nutzer mit derselben IP. Der Verlust der Zielgruppe ist für soziale Netzwerke oder große Portale jedoch äußerst unerwünscht.